Modernisierung und Umbau im urbanem Kontext - Refurbishment - Sonnenstraße 29, München

Einstmals ein stolzer Schwan im Fußgängerboulevard Sonnenstraße der 60er, 70er und 80er Jahre, ist das Gebäude mit der Hausnummer 29 mittlerweile zu einem grauen Entlein geworden. Bald sechzig Jahre auf dem Bunkel – ein solcher Zeitraum geht auch an einem Gebäude nicht spurlos vorbei. Deshalb war es an der Zeit dem Gebäude neue Flügel zu verleihen. Viele Nachbarn sind diesen Weg bereits gegangen oder sind zur zeit dabei ihn zu gehen. Und die 29 ist froh, wieder respektvoll in diesen Kreis aufgenommen zu werden. Im Jahr 1958 wurde auf dem, nach dem 2. Weltkrieg, mit einem erdgeschossigen Laden bebauten Ruinengrundstück, das Gebäude in seinen heutigen Ausmaßen errichtet. Das EG war vollständig, das 1. OG war teilweise als Laden genutzt. Die darüberliegenden Geschosse wurden als Büroflächen genutzt. Die verputzte Straßenfassade war zweifarbig gestrichen, durch die farblich abgesetzten Fensterbänke betonten die horizontale Gliederung der Fassade. Ansonsten war die Straßenfassade in zwei untere Ladengeschosse und die darüberliegenden Bürogeschosse gegliedert. In den Jahren 1974-1976 wurde der beschriebenen Fassade eine eloxierte Aluminiumverkleidung vorgesetzt. Ein weit auskragendes, massiv wirkendes Vordach über dem EG hob die ursprüngliche Fassadengliederung auf. Eine hinter der Verkleidung angeordnete Kühlung, konnte nie vollständig in Betrieb genommen werden.

2008-2011

Die defekte Fassadenkühlung, die Schwierigkeiten der Reinigung der Aluminiumverkleidung, aber vor allem die unzureichende Dämmung der Fassaden, sowohl für den winterlichen als auch den sommerlichen Wärmeschutz, legten eine Erneuerung der Fassaden nahe. Man entschied sich für eine verputze Fassade mit Fensterbänken aus Glas in denen die Rollos zur Verschattung integriert sind. So werden die horizontalen Linien wie im Gebäude aus den 50er Jahren betont. Indem das bestehende massiv wirkende Vordach durch ein transluzentes Vordach ersetzt wurde, werden nun auch die beiden unteren Geschosse, wie in der ursprünglichen Fassadengliederung zusammengefasst.

Aluminiumfassade von 1976

 

Das Rückgebäude erhielt, aufgrund der Abstandsflächeneinhaltung, ein neues zurückversetztes 6.OG mit Terrasse sowie ein nochmals zurückversetztes DG. Der Eingangsbereich wird, zur Erzielung eines großzügigen Eindrucks, zweigeschossig mit einer Galerie im 1.OG ausgeführt.

 

Das Gebäude Sonnenstraße 29 besteht aus Vorder- und Rückgebäude, welche beide über ein mittiges Treppenhaus von der Sonnenstraße aus erschlossen werden. Das ca. 835 qm große Grundstück ist im EG zu 100% überbaut. Ab dem 1.OG gliedert sich das Gebäude in VG und RG. In das zentrale Treppenhaus ist eine Doppelaufzugsanlage integriert. Um die Wegekreuzung des ersten Rettungsweges ins Freie aus dem Treppenhaus, mit den beiden gewerblichen Mieteinheiten, zu entzerren, wird ein neuer vorgezogener Treppenhauszugang erstellt.

Weiterhin werden brandschutztechnische Maßnahmen im Gebäude durchgeführt, um den aktuellen und zukünftigen Anforderungen zu entsprechen – Aufteilung der potentiellen Mieteinheiten (zwei je Etage) bezüglich der Brandschottung (Brandschotts, Brandschutzklappen).

 

Durch die Baumaßnahme wurden im Wesentlichen folgende Ziele erreicht: Einhaltung von Nutzungseinheiten kleiner 400 qm, Abgrenzung sinnvoller Mieteinheiten, Effiziente Grundrissnutzung und Flexibilität in der Grundrissgeometrie, Optimierung der Hauptnutzflächen gegenüber NNF und VF, Möglichkeit der sinnvollen Integration gebäudetechnischer Anlagen.

Die Realisierung dieser Umbaumaßnahme erfolgte in Arbeitsgemeinschaft des Büros Graf Maltzan Bauplanungen und der Padoplan GmbH.

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